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Selbstdarstellung – Informationen über den Club

Der CC-Club kochender Männer in der Bruderschaft Marmite e. V. ist eine Vereinigung von Hobbyköchen in Deutschland. CC steht dabei für Confrérie Culinaire – Bruderschaft im Zeichen der Kochkunst. Marmiten nennen sich die Mitglieder in Anlehnung an das französische Wort la marmite für Kochtopf. Sie reden sich als Brüder mit „Du“ an und begrüßen sich mit einer brüderlichen Umarmung. Äußeres Zeichen der Mitgliedschaft im Club ist unser Emblem – zwei blaue CC und ein roter stilisierter Hummer auf goldfarbenem Grund, das die Marmiten auf der Kochjacke tragen.

Nachdem in der Schweiz im November 1958, die Idee einen Kochclub zu gründen auf fruchtbaren Boden fiel, erhielt die gesamte Schweizer Presse einen Artikel, in dem alle „Hobbyköche“ aufgerufen wurden sich zu melden, um einen Männerkochclub ins Leben zu rufen. Im März 1959 fand dann im „Zunfthaus zum Rüden“ in Zürich die Gründungsversammlung des „Schweizerischen Clubs kochender Männer“ statt, um die Liebe zur Kunst des Kochens und festlicher Tafelfreuden nebst guter Tischsitten zu verbreiten und zu wecken.

Bereits im März 1960, also nur ein Jahr später, hat diese Idee in Oppenheim zur Gründung des deutschen „CC-Clubs kochender Männer in der Bruderschaft Marmite e. V.“ geführt.

Bis heute finden sich in 100 Orten der Bundesrepublik 1300 Männer in 120 kleinen Gruppen zusammen, um gemeinsam am Herd zu wirken. Im Hinblick auf den Schweizer Ursprung der Idee nennen sich diese örtlichen Vereinigungen bis heute Chuchi, ein Wort, das dem „Schwyzerdütsch“ entlehnt ist und soviel bedeutet, wie heimatliche Küche. In den einzelnen Chuchis, in denen mindestens 5, meistens aber 10 bis 20 Hobbyköche gemeinsam am Herd wirken, spielt sich das eigentliche Leben des Clubs ab. Jede Chuchi wählt aus ihren Reihen einen der Brüder zum Chuchileiter.

Das Gebiet der Bundesrepublik ist, mit Abweichungen, den Ländergrenzen folgend, regional unterteilt. Die Regionen werden als Ordensprovinzen bezeichnet, in denen jeweils einige Chuchis aktiv sind und von einem sog. Landeskanzler, den die Chuchileiter aus ihren Reihen wählen, betreut und zusammengehalten werden.

Alljährlich wird eine Generalversammlung einberufen, zu der die Chuchi-Leiter aus allen Regionen unseres Landes zusammenkommen. Dieser sogenannte Großrat findet jeweils wechselnd an einem anderen Ort statt. Hier treffen sich die Chuchi-Leiter, um aus eigenen Reihen die sieben Mitglieder des Bundesvorstandes, das sog. Kapitel zu wählen, in dessen Händen die Leitung der Bruderschaft liegt. Das sind:

Großkanzler: Vorsitzender (Präsident)
Vize-Großkanzler: Stellvertretender Vorsitzender
Vize-Großkanzler: Stellvertretender Vorsitzender
Großprotokollar: Schriftführer
Großalmosenier: Schatzmeister
Majordomus: Hausmeister
Großlöffelmeister: Zeremonien-Meister

Des weiteren wählt der Großrat 5 Mitglieder in seinen „Aufsichtsrat“. Dieser wird dann als Großkapitel und seine Mitglieder als Ordensobere bezeichnet. Auf dem Großrat werden unter anderem auch der Rechenschaftsbericht des Großkanzlers entgegengenommen, der Finanzetat beraten und Clubpolitik sowie Satzungsfragen diskutiert.

Zur Kontaktpflege auf Bundesebene dienen zwei, sich jährlich abwechselnde Veranstaltungen; das „Großmarmitage“ und das „Kochen im Grünen“. Während das Großmarmitage alle zwei Jahre das gesellschaftliche Ereignis mit viel Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Sport und der besternten Kochszene darstellt, ist das Kochen im Grünen dann im darauffolgenden Jahr eine mehr clubintern ausgerichtete Veranstaltung, auf der unter anderem auch Kochwettbewerbe auf höchstem Niveau ausgetragen werden.

Entsprechend ihrer Aufgaben und ihrer Stellung im Club tragen die Mitglieder farbige Bänder. Alle Amtsträger, die gewählt werden, tragen ein Brustgeschirr (ein breites um den Hals und auf der Brust getragenes, mit einem roten Hummer geschmücktes Ordensband).

So haben die Mitglieder des Kapitels ein rotes, die des Großkapitels ein goldenes Brustgeschirr, die Landeskanzler ein rot-weiß-rotes und die Chuchileiter ein grünes.

Alle durch eine Kochleistung erworbenen Ränge werden durch den roten Hummer, der an einem schmalen Halsband unterschiedlicher Farbe getragen wird, erkennbar.

Einmal Mitglied im Club geworden, kann jeder Bruder folgende Ränge durch eigene Kochleistung erwerben:

  1. „Apprenti“: Er darf nach bestandener Aufnahmeprüfung das Emblem der Bruderschaft auf der Kochjacke tragen.
  2. „Chef de Chuchi“ (CdC): Äußeres Zeichen seiner Qualifikation ist nach bestandener Prüfung der Rote Hummer am blauen Halsband.
  3. „Maître de Chuchi“ (MdC): Zeichen seiner erkochten Würde ist nach bestandener Prüfung der Rote Hummer am gelben Halsband.
  4. „Grand-Maître de Chuchi“ (GMdC): Wer den höchsten Rang der Bruderschaft erkocht hat, dem wird nach bestandener Prüfung der Rote Hummer am grünen Halsband verliehen.

Zu Profiköchen besteht ein enger Kontakt. So sehen wir mit Stolz einige profilierte Profiköche wie z. B. Eckart Witzigmann, Harald Wohlfahrt, Paul Bocuse, Günter Scherrer, Stefan Steinheuer u. a. als Ehrenmarmiten oder enge Freunde mit unserem Club verbunden.

Zwei Symbole charakterisieren die Bruderschaft, einmal der rote Hummer als äußerer Hinweis auf die kulinarische Orientierung, sowie ein fast eineinhalb Meter großer Silberlöffel, das Amtszepter des Großlöffelmeisters. Eine besondere Ehrung, die der Club zu vergeben hat, besteht darin, aus diesem Löffel bei festlichen Anlässen einen Ehrentrunk zu kredenzen. Diese Ehre wird den jeweils ranghöchsten Gästen, wie Ministern, Stadtoberhäuptern oder Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Kultur zuteil, sowie nach bestandener höchster (Hobby-)Koch-Prüfung, dem Grand Maître-CC.

Der CC-Club kochender Männer in der Bruderschaft Marmite e. V. gehört dem CCI an, der Conféderation Culinaire Internationale de la Marmite. Dies ist eine internationale Vereinigung von Hobbyköchen, die im April 1971 in Heidelberg mit Kochbrüdern aus der Schweiz und aus Deutschland gegründet wurde. Heute zählen auch Mitglieder aus Belgien, Österreich, Schweden und den Niederlanden dazu. Zu allen unterhält der Club langjährige, freundschaftliche  Beziehungen. Im Laufe der Zeit haben sich auch da unter den einzelnen Chuchis enge persönliche Beziehungen entwickelt.

Die Bruderschaft kennt weder politische, ethnische, nationale, konfessionelle oder standesgemäße Vorbehalte, noch besteht die Absicht mit den Aktivitäten der Bruderschaft Gewinne zu erzielen.

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